Abläufe für Fahrer

Was sollte ein Fahrer vor Beginn einer Fahrt mit dem Dienstwagen prüfen?

Führen Sie vor jeder Dienstfahrt schnelle, systematische Kontrollen durch — das ist eine einfache Möglichkeit, das Risiko von Pannen, Problemen mit der Versicherung und teuren Stillständen zu reduzieren. Nachfolgend finden Sie eine praktische Liste von Prüfpunkten und was zu dokumentieren ist, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

28. Juli 2026 Aktualisiert: 25. August 2026 Redakcja FleetPoint

Schnelle Außenkontrollen und grundlegende Sicherheit

Bevor Sie einsteigen, gehen Sie ums Fahrzeug und führen eine kurze Sichtprüfung durch. Achten Sie auf Lecks, sichtbare Karosserieschäden, Glasrisse und lose Teile, die die Sicherheit gefährden oder dem Unternehmen Kosten verursachen können.

Wenn Sie Spuren einer Kollision, Dellen oder zerbrochene Scheiben feststellen — machen Sie Fotos und notieren Sie Ort sowie Uhrzeit. Eine solche Dokumentation erleichtert die Meldung an die Flottenabteilung und den Versicherer.

  • Untersuchen Sie den Unterboden und den Bereich um die Räder auf Ölflecken/Flüssigkeitsreste.
  • Prüfen Sie, ob Scheiben, Spiegel und Scheinwerfer unbeschädigt und sauber sind.
  • Stellen Sie sicher, dass Türen und Schlösser einwandfrei funktionieren.

Beleuchtung, Scheibenwischer, Hupe — Kontrollen nach dem Anlassen

Nach dem Starten des Motors prüfen Sie die Funktion aller Außenleuchten (Abblendlicht, Bremslicht, Standlicht, Blinker) sowie der Hupe. Defekte Beleuchtung ist eine häufige Ursache für Bußgelder und ein Risiko unterwegs.

Überprüfen Sie die Arbeitsweise der Scheibenwischer und den Füllstand der Scheibenwaschflüssigkeit — besonders vor Fahrten außerhalb der Stadt oder bei unsicherer Wetterlage.

  • Schalten Sie das Abblendlicht und die Blinker ein — bestätigen Sie Sichtbarkeit und Signalisierung.
  • Prüfen Sie die Scheibenwischer im Trockenbetrieb — unvollständiges Abstreifen deutet auf notwendigen Austausch der Wischerblätter oder Auffüllung der Flüssigkeit hin.
  • Testen Sie Hupe und Warnblinker kurz, um keine Gefahr für den Verkehr zu verursachen.

Reifen: Druck, Profil und Ersatz

Reifen sind der häufigste Faktor für Sicherheit und Kraftstoffverbrauch. Prüfen Sie den Reifendruck gemäß den Herstellerangaben (Aufkleber in der Tür oder Bedienungsanleitung). Unterdruck und Überlast erhöhen das Risiko für Beschädigungen und Pannen.

Achten Sie auf Profiltiefe und sichtbare Beschädigungen an der Seitenwand. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm, für die Sicherheit wird jedoch ein früherer Wechsel empfohlen.

  • Kontrollieren Sie Reifendruck und Profiltiefe an allen Rädern sowie beim Reserverad oder Reparaturset.
  • Suchen Sie nach Rissen, Beulen und eingedrungenen Fremdkörpern — falls vorhanden, fotografieren und melden.
  • Bei Lieferfahrzeugen prüfen Sie Beladung und Reifenzustand gemäß den Flottenvorgaben.

Betriebsflüssigkeiten und Warnleuchten am Armaturenbrett

Kontrollieren Sie die Füllstände der grundlegenden Betriebsflüssigkeiten: Motoröl, Kühlmittel, Bremsflüssigkeit sowie Scheibenwaschflüssigkeit. Prüfen Sie unter dem Fahrzeug, ob es vor einer längeren Fahrt Lecks gibt.

Lesen Sie nach dem Start des Motors die Warnleuchten ab. Jede aufleuchtende Warnleuchte (z. B. Öldruck, Temperatur, Bremsen, ABS, Motorkontrolle) muss gemeldet werden — sie darf vor einer längeren Fahrt nicht ignoriert werden.

  • Prüfen Sie die Warnleuchten beim Start und nach einer kurzen Anfahrphase.
  • Wenn eine kritische Warnleuchte leuchtet, melden Sie dies an den Flottenservice und warten Sie auf Anweisungen.
  • Dokumentieren Sie verdächtige Lecks (Ort, Farbe der Flüssigkeit) und fügen Sie dem Bericht Fotos bei.

Dokumente, Vollmachten und vorgeschriebene Ausrüstung

Führen Sie die erforderlichen Dokumente mit sich: Führerschein, Fahrzeugbrief/-schein sowie der Nachweis der Versicherung (papieren oder in der mObywatel-App). In Firmenfahrzeugen führen Sie außerdem dienstliche Unterlagen mit: Fahrtenbuch, Vollmachten und eine Tankkarte, sofern verwendet.

Im Fahrzeug muss ein zugelassenes Warndreieck vorhanden sein. Feuerlöscher, Verbandskasten und Warnweste sind empfohlen und in der Praxis häufig erforderlich — überprüfen Sie das Ablaufdatum des Feuerlöschers.

  • Führerschein des Fahrers und Fahrzeugdokumente stets verfügbar.
  • Haftpflichtversicherung (OC) und gegebenenfalls die Grüne Karte bei Auslandsfahrten — vor Abreise prüfen.
  • Kontrollieren Sie Vorhandensein von Warndreieck, Feuerlöscher, Verbandskasten und Warnweste; prüfen Sie das Verfallsdatum des Feuerlöschers.

Übernahme-/Rückgabeprotokoll des Fahrzeugs und Meldung von Mängeln

Halten Sie sich an interne Flottenprozesse: Übernahme und Rückgabe des Fahrzeugs dokumentieren Sie im Fahrtenbuch oder im System — notieren Sie Uhrzeit, Kilometerstand und Tankfüllstand sowie eine kurze Beschreibung des technischen Zustands.

Bei Feststellung von Mängeln, Beschädigungen, Lecks oder fehlender Ausrüstung: machen Sie Fotos, notieren Sie Ort und Uhrzeit, senden Sie eine Meldung an die Flotten- bzw. Serviceabteilung und, wenn erforderlich, an den Versicherer oder die Polizei.

  • Notieren Sie Kilometerstand und Tankfüllstand bei Übernahme/Rückgabe des Fahrzeugs.
  • Dokumentieren Sie Schäden mit Fotos und Beschreibung — fehlende Dokumentation erschwert die Schadensregulierung.
  • Melden Sie Pannen unverzüglich; setzen Sie eine längere Fahrt bei kritischer Warnleuchte nicht fort.

Zusätzliche Hinweise: schwere Fahrzeuge und Auslandsfahrten

Fahrer schwerer Fahrzeuge prüfen zudem Berechtigungen (Güter-/Personenbeförderung), Tachograph und die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten. ITD (Inspekcja Transportu Drogowego) kontrolliert diese Punkte — Fehler wirken sich auf die Sicherheit und die Verantwortung des Unternehmens aus.

Bei internationalen Fahrten achten Sie auf abweichende Ausrüstungsanforderungen (z. B. Warnwesten, Verbandskästen, Feuerlöscher) und auf die Notwendigkeit einer Grünen Karte. Prüfen Sie vor der Abreise die Anforderungen des Ziellandes.

  • Prüfen Sie die Gültigkeit der Berechtigungen und die korrekten Eintragungen im Tachographen bei gewerblichen Fahrzeugen.
  • Bei Auslandsfahrten verifizieren Sie vorgeschriebene Ausrüstung und Versicherungsdokumente.
  • Achten Sie auf die Übereinstimmung der Ladung mit den zulässigen Parametern für Nutzfahrzeuge.

Zusammenfassung

Eine kurze Routine vor der Fahrt minimiert das Risiko von Pannen, Bußgeldern und Problemen bei der Schadensabwicklung. Regelmäßige Prüfungen von Beleuchtung, Reifen, Flüssigkeiten, Warnleuchten sowie das Mitführen der vorgeschriebenen Dokumente und Ausrüstung sollten Standard für jeden Dienstwagenfahrer sein. Bei Unregelmäßigkeiten dokumentieren Sie den Fahrzeugzustand (Fotos, Ort, Uhrzeit) und melden Sie diese unverzüglich an die Flotten- oder Serviceabteilung — das beschleunigt die Reparatur und erleichtert die Schadensregulierung.

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